Drallrohre besitzen eine gezielt erzeugte schraubenförmige Struktur. Durch die Umformung der Rohrwand wird die Strömung beeinflusst und die Durchmischung des Mediums unterstützt. Dadurch können solche Rohre insbesondere bei Wärmeübertragungsprozessen eingesetzt werden.
Drallrohre
Bei klassischen Drallrohren verläuft die erzeugte Struktur schraubenförmig entlang des Rohres. Abhängig von der Geometrie kann dadurch eine Rotations- oder Sekundärströmung erzeugt beziehungsweise verstärkt werden.
Kreuzdrallrohre / KDR
Bei Kreuzdrallrohren kreuzen sich die eingeprägten Strukturen. Damit unterscheiden sie sich geometrisch von einfachen Drallrohren. Die konkrete Wirkung hängt von der jeweiligen Rohr- und Prägegeometrie sowie den Betriebsbedingungen ab.
Typische Anwendungen
Drall- und Kreuzdrallrohre werden insbesondere eingesetzt in:
- Rohrbündel-Wärmetauschern
- verfahrenstechnischen Apparaten
- Prozessanlagen
- Energieanlagen
- chemischen Anlagen
Geometrische Parameter
Die Rohrleistung hängt wesentlich von der Struktur ab. Wichtige Angaben können beispielsweise sein:
- Drallwinkel
- Drallabstand beziehungsweise Teilung
- Einprägetiefe
- strukturierte Länge
- glatte Rohrenden
- Ausgangsrohr
- Wanddicke
Werkstoffe
Die gewünschte Drallgeometrie muss technisch mit Werkstoff, Wanddicke und Umformbarkeit des Ausgangsrohres vereinbar sein.
Anfrageparameter
Bei einer Anfrage sollten Grundrohr, Werkstoff, Abmessungen, Strukturart, Drallgeometrie, strukturierte Länge und Prüfanforderungen möglichst genau angegeben werden.